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Über Shotokan-Karate   Im Karate gibt es viele verschiedene Stilrichtungen. Fünf davon werden besonders häufig ausgeübt: Kyukushinkai, Waro-, Shito- und Goju-Ryu und eben Shotokan. Letzteres ist der in Deutschland am häufigsten trainierte Stil.   Shotokan (korrekt müsste es Karate-Dô Shôtôkan-Ryu heißen) zeichnet sich durch weiträumige, kraftvolle und elegante Techniken aus, die optimal auf Distanz ausgeführt werden. Trifft eine Shotokantechnik, so ist sie sehr zerstörerisch.   Das Shotokan-Karate ist untrennbar mit Gichin Funakoshi verbunden, der das Karate überhaupt erst von Okinawa nach Japan brachte. Er überarbeitete die in Okinawa trainierten Techniken und schuf um 1900 herum einen neuen Stil. Den Namen, Shoto-kan (also Haus des Shoto), bekam dieser Stil erst später. (Shoto kann man mit Pinienrauschen übersetzen. Unter diesem Künstlernamen verfasste Funakoshi Gedichte).   Funakoshi stellte die ersten Katas (traditionelle Karate-Formen) zusammen, die das Shotokan ausmachten. Später fügten seine Nachfolger weitere Kata hinzu, so dass im Shotokan heute 27 Kata trainiert werden können. Diese Kata sind die Seele des Shotokan-Karate. Sie enthalten die Techniken und die Kampfprinzipien, die diese Stilrichtung ausmachen.   Zusätzlich formulierte Funakoshi die 20 Regeln des Karate-Trainings. Aus diesen Regeln wird klar, dass Shotokan- Karate mehr ist, als ein Kampfinstrument. Karate ist ein Schleifstein für den Charakter!     Die 20 Regeln des Gichin Funakoshi:   1.Karatedo wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto wo wasuruna. Vergiss nie: Karate beginnt mit rei und endet mit rei. (rei bedeutet: Respekt, Höflichkeit)   2.Karate ni sente nashi. Im Karate gibt es kein Zuvorkommen. (Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.)   3.Karate wa gi no tasuke. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.   4.Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wo shire. Erkenne dich selbst zuerst, dann den Anderen.   5.Gijutsu yori shinjutsu. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.   6.Kokoro wa hanatan koto wo yosu. Lerne, deinen Geist zu kontrollieren, und befreie ihn dann von Unnützem.   7.Wazawai wa getai ni shozu. Unheil entsteht durch Nachlässigkeit.   8.Dojo nomino karate to omou na. Karate ist nicht nur im Dojo.   9.Karate no shugyo wa issho de aru. Die Ausbildung im Karate umfasst Dein ganzes Leben.   10.Ara-yuru mono wo karate-ka seyo, soko ni myo-mi ari. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, das ist der Zauber der Kunst.   11.Karate wa yu no goto shi taezu natsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru. Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.   12.Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo. Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.   13.Teki ni yotte tenka seyo. Wandle dich, abhängig von deinem Gegner.   14.Tatakai wa kyo-jitsu no soju ikan ni ari. Der Kampf hängt von der Handhabung deiner Treffsicherheit ab.   15.Hito no te ashi wo ken to omoe. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.   16.Danshi mon wo izureba hyakuman no teki ari. Wenn man das Tor der Jugend verlässt, hat man viele Gegner.   17.Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai. Das Einnehmen einer Haltung gibt es beim Einsteiger, später gibt es den natürlichen Zustand.   18.Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono. Übe die Kata korrekt, der echte Kampf ist eine andere Angelegenheit.   19.Chikara no kyojaku, karada no shinshuku, waza no kankyu wo wasaruna. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.   20.Tsune ni shinen kufu seyo. Denke immer nach und versuche dich ständig am Neuen.   Für einen wahren Shotokan-Karateka sollte es eigentlich selbstverständlich sein, diese 20 Regeln zu kennen, interpretieren zu können und zu leben!     Shotokan heute   Kampfkunst ist keine statische Sache. Kampfkunst lebt und ändert sich ständig. So ist das auch mit dem Shotokan. Von Funakoshies Shotokan ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Jede Generation nach Funakoshi hat eigene Vorstellungen entwickelt. Manche haben die Versportlichung vorangetrieben, andere den Selbstverteidigungsaspekt. So gibt es heute eine Vielzahl an Verbänden und Shotokan-Stilen. Welchem Verband man angehört und welchen Stil man betreibt, ist vollkommen unwichtig!   Hauptsache ist: Man trainiert Karate ernsthaft und ausdauernd!
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